Tipps für den ersten Weidegang

Tipps für den ersten Weidegang

Zu Beginn der Weidesaison haben die jungen Gräser einen sehr hohen Eiweiß- und Energiegehalt und enthalten wenig Rohfaser. Bei zu abruptem Futterwechsel, z.B. wenn die Pferde gleich zwei Stunden auf die frische Weide kommen, kann das die Darmbakterien ins Ungleichgewicht bringen und Stoffwechselstörungen verursachen. Das über die Wintermonate bei Stallhaltung entstandene Bakterienmillieu wird durch das  frische Gras plötzlich ganz neue Aufgaben gestellt. Folglich muss es sich insbesondere im Blind- und Dickdarm langsam auf die neue Situation einstellen und Bakterien bilden, die den neuen Anforderungen gerecht werden. Wird die Umstellung zu schnell vorgenommen, drohen Durchfall und Kotwasser bis zu Kolik, Hufrehe.

Prinzipiell sollte die Anweidungsphase für alle Pferde gleich ablaufen. Es macht später keinen Unterschied, ob sie ganztägig auf der Weide gehalten werden, oder den Weidegang lediglich stundenweise genießen können – auf die langsame Futterumstellung kommt es an.

Fütterungsempfehlung:

  • Gewöhnen Sie Ihr Pferd langsam an das junge Gras und steigern Sie ganz allmählich die Aufenthaltszeit auf der Weide. Beginnen Sie mit kurzen Perioden von 10 Minuten am besten am Strick. So haben Sie auch bei Pferden, denen der Frühling zu Kopfe steigt, schnell die Möglichkeit die Zeit des Grasens zu beenden.
  • Wegen der Anfangs noch geringen Rohfasergehalte im Gras auf ausreichende Versorgung mit Heu achten; möglichst auch Heu auf der Weide anbieten
  • Die Grund- und Kraftfuttergaben sollten auf die neue Situation abgestimmt werden; die Kraftfutterration kann eventuell verringert werden. Kein Kraftfutter vor dem Weideaustrieb füttern, sonst Gefahr von Fehlgährungen und Magenüberladung. Ca. ½ Stunden vor dem Weideaustrieb Raufutter geben.
  • Pferden, die nach der Gewöhnungsphase ganztägig auf der Weide gehalten werden, sollte ein Leckstein / eine Leckmasse zur freien Aufnahme angeboten werden (Mangel an Natrium, Spurenelementen und einigen Mineralstoffen, je nach Standort). Auch die Zufütterung eines Mineralfutters bei individueller Zuteilung ist möglich. Vitamine sind zur Weidezeit ausreichend vorhanden
  • Ein mögliches Energiedefizit während der Weidezeit kann durch ein Kraftfutter ohne Vitaminzusatz ausgeglichen werden

Sollten Sie weitere Fragen haben, melden Sie sich einfach bei Frau Everding. Tel: 05751-179332 oder a.everding@eggersmann.info

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